„Viele tausend Autobahnbrücken müssen dringend saniert werden. In den letzten Jahren haben kurzfristige Vollsperrungen wie bei der Rahmedetal- oder der Bonner Nordbrücke für viel Aufmerksamkeit gesorgt und zu dramatischen Folgen für die Nutzer und die Menschen in den betroffenen Regionen geführt. Um solche Situationen einzudämmen oder am besten zu vermeiden, hat das Bundesverkehrsministerium mit dem Brückensanierungsprogramm ein ehrgeiziges Ziel aufgesetzt: rund 400 besonders marode Brücken sollen pro Jahr saniert werden. In den Jahren der Ampel – von 2022 bis 2024 – wurden immerhin gute 200 Brücken pro Jahr saniert – trotz einer schwierigen Haushaltslage. Die aktuelle Bundesregierung hat im letzten Jahr nur 157 Brücken saniert, in diesem Jahr werden es voraussichtlich 170 sein. Damit bleibt sie deutlich hinter den Zahlen der Vorjahre zurück – und das, obwohl sie mit dem Sondervermögen deutlich mehr Mittel zur Verfügung hat als die Vorgängerregierung. Am verfügbaren Geld liegt es also nicht, es liegt an den Prioritäten: Während in der Ampel der Straßenbau auf den Erhalt fokussiert wurde, überfordert diese Bundesregierung sich und die Autobahn GmbH mit zu vielen Neubauprojekten gleichzeitig. Und sie verzettelt sich absehbar noch mehr: Mit der geplanten Kreditfähigkeit der Autobahn GmbH soll der Neubauturbo so richtig gezündet werden. So kann es nicht weitergehen. Die Bundesregierung muss jetzt alle Autobahnneubauprojekte zumindest so lange auf Eis legen, bis die Ziele des Brückenmodernisierungsprogramms erreicht werden.“
Dieses Thema beschäftigt mich sehr. Deshalb habe ich mich bereits mehrfach bei der Bundesregierung zum Stand der Brückensanierung im Deutschen Autobahnnetz erkundigt. Hier geht es zu den Antworten aus den Jahren 2025 und 2026 sowie zur Berichterstattung des Spiegels dazu!
Antwort der Bundesregierung 2026Antwort der Bundesregierung 2025Spiegel: Bund saniert weniger Autobahnbrücken als geplant