Anlässlich des 64. Deutschen Verkehrsgerichtstag begrüßen die Bundestagsabgeordneten Swantje Michaelsen, Verkehrspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion B90/Grüne, sowie Victoria Broßart, Obfrau im Verkehrsausschuss der Bundestagsfraktion B90/Grüne, dass sich der Verkehrsgerichtstag mit der Sicherheit von Radfahrenden auseinandersetzt.
Swantje Michaelsen, MdB:
„Im Sinne der Vision Zero muss Radfahren sicherer werden, deshalb ist es gut, dass der Verkehrsgerichtstag die Sicherheit von Radfahrenden in den Blick nimmt. Einen zusätzlichen Alkoholgrenzwert für Radfahrer:innen von 1,1 Promille unterstützen wir grundsätzlich. Sinnvoll wären außerdem strengere Regeln für Alkohol am Steuer. Und: für sicheres Radfahren braucht es mehr als Promillegrenzen: Wer die Sicherheit für Fahrradfahrer*innen wirklich erhöhen will, muss den Ausbau sicherer und durchgängiger Radwegenetze endlich deutlich beschleunigen.
Victoria Broßart, MdB:
„Wir begrüßen den Vorschlag, einen zusätzlichen Alkoholgrenzwert für Radfahrer:innen bei 1,1 Promille einzuführen, ausdrücklich. Allerdings dürfen bei der Debatte über die Sicherheit im Radverkehr die tatsächlichen Hauptunfallursachen nicht ausgeblendet werden. Die größte Gefahr für Radfahrer:innen geht nicht vom eigenen Promillewert aus, sondern durch Autofahrer*innen, die beim Abbiegen nicht auf Radfahrer*innen achten, löchrige und nicht geräumte Radwege und Raser*innen. Solange diese Probleme nicht konsequent angegangen werden, bleibt jede Debatte über Promillegrenzen für Radfahrer*innen ein Tropfen auf den heißen Stein bei der Verkehrssicherheit und weitere Verletzte und Tote werden billigend in Kauf genommen.“
Hintergrund:
Das Fahrrad wird bereits von vielen Menschen im Alltag genutzt. Radfahren ist kosteneffizient, umweltfreundlich und hält körperlich fit. Doch leider war im letzten Jahr jeder sechste Verkehrstote mit dem Rad unterwegs. Damit noch mehr Menschen aufs Rad umsteigen, muss Radfahren sicherer und komfortabler werden. Der Verkehrsgerichtstag beschäftigt sich in diesem Jahr in einem Arbeitskreis mit den Folgen von Alkoholkonsum und Radfahren. Der ADFC und andere schlagen einen zusätzlichen Alkoholgrenzwert von 1,1 Promille vor.
